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Nachhaltigkeit im Wandel: Weniger sichtbar, aber systemrelevanter denn je
Wer aktuelle Briefings analysiert, könnte zu einem vorschnellen Schluss kommen: Nachhaltigkeit verliert an Bedeutung.
Weniger konkrete Anforderungen, weniger CSR-Maßnahmen und insgesamt weniger Präsenz auf den ersten Blick. Unsere internen Briefing-Auswertungen scheinen das zu bestätigen: Der Anteil von CSR-Aufgabenstellungen in Briefings ist von 62 % im Jahr 2024 auf 37 % im Jahr 2025 gesunken. Das wirkt nicht wie ein kurzfristiger Ausschlag. Es deutet auf einen klaren Richtungswechsel hin.

Für diese Entwicklung gibt es nachvollziehbare Gründe. Zum einen steigt der Budgetdruck. Investitionen werden restriktiver bewertet und Nachhaltigkeit ist häufig einer der ersten Bereiche, in denen reduziert wird, wenn sie als Zusatz verstanden wird.
Zum anderen erleben wir eine Verschiebung der Prioritäten. Der gesellschaftliche Rückenwind für Klimaschutz oder Diversity hat sich in vielen Märkten spürbar verändert. Das zeigt sich nicht nur in öffentlichen Diskussionen, sondern auch ganz konkret in internationalen Briefings und Pitches.
Nachhaltigkeit scheint also an Sichtbarkeit zu verlieren. Gleichzeitig steigt der strukturelle Druck. Und genau hier wird es interessant.
Denn parallel zeigt sich ein gegenläufiger Trend: Die Anforderungen an strukturelle Nachhaltigkeitsnachweise nehmen deutlich zu.
ISO 20121: von 42 % auf 76 %
EcoVadis: von 22 % auf 25 %
Es werden weniger konkrete Maßnahmen im einzelnen Projekt gefordert, aber mehr Erwartungen an systematische, überprüfbare Prozesse.
Was wir aktuell beobachten, ist deshalb kein Rückzug von Nachhaltigkeit. Es ist eine Verschiebung. Nachhaltigkeit verändert ihre Rolle: von der sichtbaren Einzelmaßnahme hin zur strukturellen Voraussetzung. Oder anders gesagt: Sie rückt von der Bühne in die Systemebene.
Diese Entwicklung ist eng mit regulatorischen Rahmenbedingungen verknüpft. Themen wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) oder die europäischen Berichtspflichten (CSRD) verschwinden nicht, sie verändern sich. Zwar werden Berichtspflichten teilweise vereinfacht oder eingeschränkt, zugleich bleiben Anforderungen an Prozesse, Datenqualität, Nachweise, Auditierungen und Risikobewertungen relevant. Sie erscheinen seltener als explizite Projektanforderung, wirken aber zunehmend über Strukturen und Nachweissysteme.
Nachhaltigkeit wird damit weniger kommunikativ und stärker operativ.
ZNU-Audit bei VOK DAMS im Mai 2026 Was das für Agenturen bedeutet
Für Agenturen entsteht daraus eine klare Anforderung: Nachhaltigkeit muss belastbar nachweisbar sein - nicht nur im einzelnen Projekt, sondern im gesamten Unternehmen.
Genau hier zeigt sich, warum Zertifizierungen und Standards an Bedeutung gewinnen. Sie sind nicht nur ein formaler Nachweis, sondern ein Signal für Prozessfähigkeit, Verlässlichkeit und unternehmerische Verantwortung.
Bei VOK DAMS ist Nachhaltigkeit deshalb kein isoliertes Thema, sondern Teil der unternehmerischen Struktur. Ein zentraler Baustein ist die regelmäßige Zertifizierung nach dem ZNU-Standard „Nachhaltiger Wirtschaften“ sowie nach den Normen ISO 9001 und ISO 20121.
Nachhaltigkeit soll nicht punktuell umgesetzt, sondern dauerhaft im Unternehmen verankert werden - ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Damit wird sie nicht als Zusatz verstanden, sondern als integraler Bestandteil der Arbeitsweise.
FAZIT
Nachhaltigkeit ist nicht weniger wichtig geworden. Sie ist nur weniger sichtbar. Was früher aktiv eingefordert und kommuniziert wurde, wird heute zunehmend vorausgesetzt und überprüft.
Für Unternehmen bedeutet das:
Nachhaltigkeit verschwindet nicht, sondern sie verlagert sich weg von einzelnen Maßnahmen hin zu Strukturen, Prozessen und Verantwortung im täglichen Handeln.
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